3 Bier ins Eisfach, auf Ex austrinken und die kalten Flaschen auf die lädierte Körperstelle

+ + + Essen, 30.10.2016 + + +

Co-Trainer Michael mit pragmatischer Idee bei unnötiger Niederlage in Karnap

Was für ein selten dämliches Spiel war das denn? Bei gefühlten 80 % Ballbesitz und 98:2 Torschüssen, 2 x Aluminium und einem verdammt guten, mannschaft-lich 1A geführtem Spiel heißt es nach den ersten 45 Minuten 0:1 für Karnap. Jeder auf dem Platz mit guten Augen konnte sehen, dass die Schönebecker A2 immer näher ans Tor von Karnap ran kam und es nur noch eine Frage von einigen weiteren Spiel-minuten ist, bis hier der Ausgleich fällt und die Gäste wieder im Spiel sind. Und es dauerte auch gar nicht lange, da fielen die Tore – leider auf der falschen Seite. Erst 0:2 und dann 0:3. Der berühmte Drops war gelutscht. Das Spiel durch. Das 1:3 durch ein Eigentor nach Vorlage von Jakob nur noch Ergebnis-kosmetik. Doch was war passiert?


Schlafmittel in der Kabine, dass sich erst durch Männerschweiß entwickelt und die Atemwege kurz und die Beine träge macht? Säurehaltiges Pausenwasser, dass die Augen trüb und blind für den Mitspieler macht? Persönlichkeitsverändernde Platzgeister, die jeden Spieler nur noch sich selber sehen lassen und nicht mehr den Mitspieler? Oder war es nur die bei jungen Menschen weit verbreitete Irrmeinung des “Das-schaffen-wir-schon-ganz-locker-in-Halbzeit-2”? Fakt ist, dass die zweiten 45 Minuten nicht im geringsten was mit den ersten gemein hatten: Das Zusammenspiel war weg, es wurde sich zu spät vom Ball getrennt, die Laufbereitschaft blieb in der Kabine und die Genauigkeit in den Pässen war schon mal Mittagessen kochen. Dazu kam die sehr präsente Gangart der Gegner, ein 23. Mann in anderen Spielfarben und mit merkwürdigen Wahrnehmungen und Luftausstößen in sein kleines eintönig erschallendes Musikinstrument. Und dann verliert man eben so ein Spiel. Wenigstens konnten die mitgereisten Väter die wärmende Sonne und den heißen Kaffee genießen. Ein bisschen Spaß muss sein...

 

Die Wundertüte war heute gefüllt mit Christoph, Leon, Leon, Moritz, Carlo, Selcuk, Rand, Machikour, Luca, Dennis, Masyer, Kelvin, Domenic und Jakob.

Die Torfolge ergab heute diese Glücksreihe:

9. Minute 0:1

55. Minute 0:2

66. Minute 0:3

83. Minute ET (Jakob)

 

Nächste Woche haben wir ein Nachtspiel um 9.15 Uhr zuhause gegen Blau-Gelb Überruhr. Das wird auch kein Gegner, den wir im Vorbeigehen wieder nach Hause schicken, zumal uns dann auch der Kapitän wegen einer Familienverpflichtung fehlen wird. 

 

Autor: Frank Wälscher