Mit nix hingefahren, mit noch weniger wieder nach Hause gekommen

+ + + Bochum, 09.10.2016 + + +

A2 mit ausbaufähigem Auftritt in Bochum!

Es war kein Spiel für Feinschmecker an diesem frühen Sonntag Morgen im sonnendurchfluteten Bochum. Es war vor allen Dingen kein Spiel für die Gastmannschaft aus dem schönen Schönebeck. Gedacht war die Reise nach Westfalen, um zu Beginn der Ferien noch mal alles rauszuhauen, ein schönes Spiel zu machen und mit einem Sieg wieder nach Hause zu kommen. Es wurde eine Reise nach Westfalen, bei der sich schon viel zu früh abzeichnete, dass es eine Reise geben würde... Am Ende stand ein sattes 1:9 und die Erkenntnis, dass es vielleicht nicht ganz optimal gelaufen ist.


Klar, es fehlten eine Reihe wichtiger Spieler, 10.45 Uhr ist eine irre frühe Zeit, gerade wenn ich nachts um 2:51 Uhr noch online war, der erwartete Aschenplatz entpuppte sich als glitschiger feuchter Rasenplatz, der Gegner war größer und einige hatten sogar einen Bart. Wenn dann der Gegner so überfallartig in die großzügig feil gebotenen Abwehrlücken einrückt wie einstmals die Wikinger 793 auf das Kloster Lindisfarne, kann selbst der beste Torhüter der Welt – außer er heißt Manuel Neuer – nichts mehr ausrichten. Dann singt hinten raus nicht nur die dicke Dame verdammt spät, dann ist relativ früh Schicht im Schacht und die Messe schnell gelesen. Und wie die kleinen Sünderlein irrten die Gäste aus Essen über die Wiese und wussten überhaupt nicht wie ihnen geschah. Zwei Dinge retteten sie vor der Zweistelligkeit: Zum einen der Halbzeitpfiff des Mannes an der Piepe und eine andere Grundeinstellung in der zweiten Halbzeit. Stellvertretend dafür sei Machikour genannt, der heute den erkrankten Kapitän Leon W. mit der Tragen der Binde vertrat: War der Prinz aus Togo in der ersten Halbzeit sowohl körperlich als auch geistig wohl noch in Bochumer Bergwerken unter Tage auf Suche nach Erleuchtung, hatte ihm der Steiger in der Halbzeit wohl “das helle Licht bei der Hand” gegeben, das ihm den Weg aus der Lethargie wies. Jedenfalls sahen die Bewegungen bei ihm und allen anderen 12 Spielern in Halbzeit 2 deutlich sichtbarer nach Fußball aus als vorher. Die “Belohnung” war das Ehrentor eben durch Machikour, der einen tollen Pass von Domme mitnahm und zum 1:irgendwas versenkte.

 

Den Kader bildeten heute Adrian, Pascal, Wilhelm (Euch dreien Dank für die Aushilfe), Motzritz, Levent, Halit, Henny, Domme, Kelvin, Masyer, Machikour, Max und Selcuk.

Torfolge:

Klatsch

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67. Minute: 1:8 Machikour (Domme)

Klatsch

 

Bevor wir uns jetzt aber zu sehr über die Klatsche ärgern, halten wir es mit Artikel 4 des Rheinischen Grundgesetzes: Wat fott es, es fott. Heißt: Jammer den Dingen nicht nach und trauere nicht um längst vergessene Dinge. Wovon habe ich gerade noch geschrieben...

 

Autor: Frank Wälscher